Regierung subventioniert Sicherheit für Haus und Wohnung

Regierung subventioniert Sicherheit für Haus und Wohnung
  • Lesedauer:6 min Lesezeit
  • Beitrag zuletzt geändert am:5. März 2021

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2021 aktualisiert!

Wer Haus und Eigentum stärker gegen Diebstähle schützen will, kann Subventionen bei der Staatsbank KfW beantragen (http://kfw.de) für bauliche Maßnahmen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat für Sicherheit für Haus und Wohnung 30 Mio. Euro für das laufende und die beiden nächsten Jahre freigegeben (Quelle: http://gdv.de). Das dürfte besonders Mieter und Eigentümer in Großstädten freuen, den in Berlin, Hamburg und Bremen wird immer noch am häufigsten eingebrochen.

Ein Wohnungseinbruch ist schlimm und das nicht nur aus finanzieller Sicht. War die Wohnung / Haus nicht ausreichend gesichert, könnte es Komplikationen mit der Versicherung geben … auf was sollten Sie achten und wie finden Sie die richtige Versicherung?

Sicherheit für Haus und Wohnung

Bei den geförderten Maßnahmen der KfW handelt es sich um bereits verfügbare Förderprodukte für Sicherheit für Haus und Wohnung (Details bitte direkt bei der KfW hinterfragen):

  • Energieeffizient sanieren – Kredit (Nr. 151/152)
  • Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss (Nr. 430)
  • Altersgerecht umbauen – Kredit (Nr. 159)
  • Altersgerecht umbauen – Investitionszuschuss (Nr. 455)  

Zur Verbesserung der Sicherheit einer Immobilie kommen z. B. einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren infrage. Aber auch eine Aufarbeitung von Fenstern sowie der nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenstergittern sind denkbar. Ergänzend bieten sich selbst verriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlössern an aber auch der Einbau von Bewegungsmeldern, Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung (Alarmanlage) sowie die Beleuchtung des Eingangsbereichs und der Einbau von Türspionen, Türkommunikation und Gegensprechanlagen an.

Sicherheit für Haus und Wohnung auch durch Hausratversicherung

Wohnungseinbrüche in Deutschland steigen seit Jahren, eine solche Dieberei in die Privatsphäre ist für die Opfer häufig eine traumatische Erfahrung. Für den materiellen Schaden kommt i. d. R. eine Hausratversicherung auf, abhängig vom Tarif kann aber auch eine Gebäudepolice den Schaden an der Immobilie übernehmen.

In der Hausratversicherung ist der gesamte Haushalt, der bezeichneten Wohnung versichert (1-Familienhaus gilt auch als Wohnung).

Was ist aus der Sicht der Versicherung Hausrat? Vereinfacht ausgedrückt: Wenn Sie ihr Zuhause auf den Kopf stellen, ist das versichert, was herausfallen würde.

Zum Hausrat gehören alle Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände sowie Wertsachen und Bargeld. Weiterhin versichert die Hausratspolice auch den Hausrat, der sich vorübergehend außerhalb der Wohnung befindet, zu den versicherten Risiken.

Die Basisabsicherung einer Hausratversicherung umfasst folgende Gefahren und daraus resultierenden Schäden:

  • Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Einbruchdiebstahl, Vandalismus nach einem Einbruch, Raub
  • Leitungswasser
  • Sturm/Hagel

Weiterhin können Sie auch Elementarschäden (z. B. Überschwemmung, Rückstau vom Wasser oder Erdbeben usw.) oder auch Glasbruchschäden versichern. Diverse Versicherungsgesellschaften bieten auch eine Absicherung von Technik, oder auch eine sogenannte Allgefahren-Versicherung (Vollkasko) an.

In diesem Beitrag können Sie nachlesen, wie eine teure Einbauküche zu versichern ist, da diese nicht immer über die Hausratversicherung berücksichtigt werden kann>>>hier klicken.

Sicherheit für Haus und Wohnung lässt sich mit einer Hausratspolice zu den o. g. Gefahren erreichen.

Wasserschaden Hausratversicherung
Quelle: www.gdv.de

Wichtiger Bestandteil der Police: die Versicherungssumme!

Die Versicherungssumme ist generell vom Kunden festzulegen für die Sicherheit für Haus und Wohnung. Bitte beachten Sie bei der Kalkulation das der Neuwert des Hausrates berücksichtigt wird. Vereinfachen kann man das auch durch einen groben Richtwert von ca. 650 € pro Quadratmeter

Qm-Wohnfläche x 650 Euro = ermittelte Versicherungssumme

Wird eine Versicherungssumme mit dieser Model ermittelt, verzichtet der Versicherer in der Regel auf Leistungskürzungen aufgrund einer möglichen Unterversicherung. Bei einer Unterversicherung ist die Versicherung im Schadensfall berechtigt, Leistungen nur im anteiligen Verhältnis von tatsächlichem Wert zu Versicherungssumme zu erstatten.

Wie sich eine Unterversicherung berechnet können Sie hier nachlesen >>>hier klicken.

Für einen “normalen” Hausrat passt in der Regel die o. g. Ermittlung der Versicherungssumme. Sollte allerdings ein hochwertiger Hausrat vorliegen, sollten Sie diesen individuell ermitteln. Zur Bestimmung des zu versichernden Wertes kann ein Kunde auch einen Gutachter beauftragen. Was sich insbesondere für Kunstgegenstände, Antiquitäten o. ä. empfiehlt.

Für Wertsachen gibt es besondere Regeln. Diese sind nur bis zu einem gewissen Wert im Rahmen der Versicherungssumme abgesichert. In einem Basistarif sind das oft 20 % der Versicherungssumme und lässt sich durch Wahl anderer Tarife erhöhen. Als Wertsachen wird folgendes von der Versicherung bewertet:

  • Bargeld (ohne Verschluss in einem Wertschrank, oft nur bis maximal 2.000 Euro versichert)
  • Schmuck oder auch Sachen aus Gold oder Platin (sind oft auch nur bis zu einem festen Wert mitversichert – hierbei sollte man dabei genau prüfen, da dies auch im Rahmen der Außenversicherung gilt)
Die genauen Leistungen eines solchen Schutzes regelt der Vertrag, was sind aber die Pflichten (Obliegenheiten) des Kunden?

Hat man vergessen das gekippte Fenster zu schließen bedeutet, dass nicht auch gleich den Verlust des Versicherungsschutzes im Schadenfall. Ein „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ gibt es seit dem Jahr 2008 nicht mehr, das hat der Gesetzgeber zwischenzeitlich zum Vorteil der Kunden geregelt. Liegt ein Verschulden bzw. Mitverschulden des Kunden vor, wird die sogenannte Quotenregelung angewandt: In welchen Umfang ist der Kunde am Schaden Mitschuld?

Gebäudepolicen erstatten u. U. auch Beschädigungen an der Immobilie nach einem Einbruch!

Bei einem Einbruchdiebstahl bedeutet das konkret: Wer sich fahrlässig verhält und somit zu einem Schadenfall beiträgt, muss mit einer Kürzung der Versicherungsleistung rechnen. Als Beispiel kann man hierzu das gekippte Fenster aufführen, lässt man dieses im Sommer bei Abwesenheit gekippt und ist den kompletten Tag nicht im Haus, so ist dies sicherlich mit fahrlässig zu bewerten. Ist man jedoch nur mal kurz beim Nachbarn, ist dieser Fall jedoch wieder ganz anders zu kategorisieren.

Wie hoch eine Kürzung bei z. B. Fahrlässigkeit anzusetzen ist, kommt immer auf den Einzelfall an. Ergänzend ist zu beachten, wie exquisit ein Hausrat ist. Jemand mit besonders wertvollen Wertgegenständen (z. B. Kunst etc.) hat auch ein höheres Risiko und somit eine größere Verantwortung.

Ein Versicherungsschutz gegen Einbruchdiebstahl ist freiwillig. Auch bei einem umfangreichen Versicherungsschutz, sollte man das „möglichste“ vornehmen um einen Einbruch zu vermeiden. Dazu gehören auf jeden Fall, das Schließen von Fenstern und auch das (mehrfach) abschließen von Türen!

Tipp Mietkautionsversicherung

Neue Wohnung und der Vermieter verlangt eine hohe Mietkaution? Brauchen Sie das Geld eigentlich für die neue Einrichtung oder was anderes? Schauen Sie sich mal die Mietkautionsversicherung an. Weitere Details hier nachlesen >>>hier klicken.

Die Hausratversicherung bietet bei Einbruch- / Diebstahl in Ihre Wohnung oder Haus einen Schutz. Hierüber lässt sich das Inventar, der gesamte Hausrat aber nicht nur gegen Einbruch- mit Diebstahlschäden versichern, sondern auch weitere Gefahren: 

Hierzu gehören Schäden durch Leitungswasser (z. B. infolge Rohrbruch zerstört das Leitungswasser Ihre teuren Möbel oder auch Bodenbelege).

Einen Vergleich der Hausratversicherung können Sie nachfolgend durchführen:

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Lizenz zum Geld drucken

    Toller Beitrag. Vielen Dank für die Informationen..

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