19 Januar 2016 ~ 0 Kommentare

Reform der Pflegeversicherung; was ändert sich bereits in 2016?

vorsicht_ÄnderungZum 01.01.2016 trat das zweite Pflegestärkungsgesetz im Kraft. Davon betroffen ist nicht nur die gesetzliche Pflegepflichtversicherung, sondern auch eine private Absicherung! Was ändert sich genau und welche Auswirkungen gibt es im weiteren Verlauf des Jahres als auch in 2017 … 

Eine der großen Modifikationen ist die Einführung von fünf Pflegegraden, welche die bisher drei Stufen optimieren sollen. Damit hofft man, mehr pflegebedürftige Menschen zu erreichen. Diese elementare Änderung greift aber erst ab dem 01.01.2017.

Was ändert sich bereits ab dem 01.01.2016:

  • Pflegeberatung: Werden Pflegeleistungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung beantragt, steht dem Anspruchsteller zukünftig auch eine Beratung zu, welche auch Pflege-Angehörige nutzen können.
  • Kurzzeit- und Ersatzpflege: Kann die Pflege durch einen Angehörigen infolge Krankheit oder z. B. Urlaub vorübergehend nicht gewährleistet werden, so kann eine stationäre Pflege beantragt werden für bis zu 56 Tage (bisher nur 28 Tage). Soll eine Ersatzpflege weiterhin zuhause erfolgen, kann diese Ersatzpflege für 42 Tage beansprucht werden (bisher auch nur 28 Tage).
  • Ärztliche Versorgung in stationären Pflegeheimen muss durch die Einrichtung u. U. im Rahmen von Kooperationsverträgen mit Ärzten sichergestellt sein.
  • Rehabilitationsbedarf bzw. entsprechende Maßnahmen wurden konkretisiert.

 

Der große Umbruch kommt aber erst zum 01.01.2017 mit folgenden Änderungen:

  • Änderung von den bisherigen drei Pflegestufen auf die neuen fünf Pflegegrade. Bisher war die Einstufung davon abhängig, wie lange ein Patient Hilfe benötigt. Bei den neuen Pflegegraden werden unterschiedliche Bereiche untersucht, Details hierzu können Sie weiter unten nachlesen.
  • Bisherige Pflegebedürftige werden umgeleitet in die neuen Pflegegrade. Dies erfolgt automatisch und ohne Antrag. Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden ich den nächsthöheren Pflegegrad eingestuft (z. B. Pflegestufe 3 auf Pflegegrad 4). Liegt bei Menschen eine kognitive Einschränkung vor, erfolgt die Umstufung sogar in den übernächsten Pflegegrad (z. B. bei Demenz bisher Pflegestufe 0 in den Pflegegrad 2).
  • Im Gegenzug für diese Änderungen steigt der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte zum 01.01.2017. Damit liegt dieser zukünftig bei 2,55 % pro Monat und für Kinderlose über 23 Jahren bei 2,80 % pro Monat.

Die Zuordnung in die neuen Pflegegrade erfolgt nach folgenden Kriterien:
Mobilität Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Selbstversorgung Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Gestaltung des Alltages und soziale Kontakte

Die private Pflegezusatzversicherung wird auch weiterhin eine wichtige Ergänzung bleiben, da auch nach der Reform viele finanzielle Lücken nicht geschlossen werden. Für Interessenten einer solcher Absicherung empfiehlt es sich daher, diese Deckungslücke zeitnah zu schließen. Das bringt Planungssicherheit und die Gewissheit, für den Fall der Fälle vorgesorgt zu haben. Auch im Pflegefall hat man das Anrecht auf ein menschliches Dasein!

Anbieter für private Pflegezusatzpolicen sprechen Garantien aus!

Private Krankenversicherer sind z. Z. dabei die Reformen zu berücksichtigen und organisieren die Policen neu. Viele Policen sehen sogar ein Optionsrecht ohne Gesundheitsfragen vor, soweit zukünftig die Umstellung auf einen neuen Tarif erforderlich ist.

Gerne unterstützen wir Sie bei Fragen zu Ihrem Vertrag, im Hinblick auf die Änderungen, bitte sprechen Sie uns an. Wünschen Sie ein Angebot für einen solchen Schutz, welches die Änderungen bereits vorsieht oder vorgreift; schicken Sie uns eine Email oder noch besser Sie rufen an!

SCF GmbH * Versicherungsmakler
Ihr Ansprechpartner: Christian Rogalewicz
Nibelungenplatz 3 in 60318 Frankfurt
Telefon: 069 95968340
Email: c.rogalewicz@scf-mail.de

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