07 Juni 2013 ~ 9 Kommentare

Hochwasserschaden: Was zahlt die Versicherung, welche Versicherung braucht man?

Hochwasser

Naturgewalten und deren Schäden kennt man auch in Deutschland seit vielen Jahren. Ausmaße wie Sie aktuell in Ost- und Süddeutschland feststellbar sind, waren in diesem Umfang nicht kalkulierbar.Nachfolgend bieten wir Ihnen Informationen zur Absicherung von solchen Schäden und zeigen, welche Police benötigt wird.

Das Hab und Gut von Menschen wie du und ich, wird innerhalb von wenigen Stunden zerstört, da die Fluten des Hochwassers alles mitreisen. Diese Schicksalsschläge sind dramatische Ereignisse im Leben der Betroffenen und man kann diesen nur Stärke und eine helfende Hand wünschen. Hoffentlich gibt es nicht noch mehr Personen, welche bei dieser Elementargewalt verunglücken und zu Schaden kommen. Für den Sachschaden kommt hoffentlich die Versicherung auf und reguliert den finanziellen Schaden, oder?

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Welche Versicherung wird bei einem Hochwasserschaden benötigt?

Für die Erstattung bzw. Regulierung von Sachschäden sind u. U. diverse Versicherungsbereiche zu berücksichtigen. Bei allen Verträgen muss aber in der Regel die Gefahr „Elementarschaden“ mitversichert sein, was in „normalen“ Tarifen leider nicht der Fall ist.

Die Definition für einen allgemeinen Elementarschaden ist im Prinzip die vorliegende Einwirkung der Natur, dabei wird unterschieden nach Überschwemmung oder Hochwasser als auch weiteren Gefahren (z. B. Erdbeben, Erdfall- oder Erdrutsch usw.). Eine detaillierte Erklärung ist auch auf Wikipedia nachzulesen.

Was ist aus der Sicht der Versicherung ein Hochwasser- bzw. Überschwemmungsschaden?

  • Der Grund und Boden des versicherten Grundstückes sollte überschwemmt sein
  • Die Ursache für Überschwemmungsschäden unterteilt man i. d. R. in die nachfolgenden Bereiche:

  1. Ausuferndes Gewässer (z. B. Fluss tritt über Ufer und überschwemmt das Umland
  2. Starkregen (die Wiese vorm Haus kann die Menge an Regenwasser nicht mehr aufnehmen und die Übermenge fließt zum Haus)
  3. Grundwasser (steigt an die Oberfläche und überschwemmt das Haus)
  4. Rückstau von Wasser aus Ableitungsrohren (z. B. infolge eines Starkregens kann die Kanalisation die Menge an Wasser nicht mehr aufnehmen und Staut zurück in die Leitungen Ihres Hauses)

Achtung! Viele Verträge unterscheiden bei den einzelnen Gefahren zusätzlich. Nicht jede der zuvor genannten Ursachen ist in jedem Tarif versichert, bitte daher genau prüfen oder hinterfragen.

Wohnen Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet und die Versicherer verweigern Ihnen den Schutz? Gerne helfen wir Ihnen auch hierzu und verhandeln mit den Gesellschaften. Die Erfolgsquote ist gut! Nutzen Sie hierfür bitte den Kontaktfragebogen auf der Unterseite „Versicherung zahlt nicht“

Schaden am Haus:

Die Gebäudeversicherung kommt für die Beschädigung am Haus auf (z. B. durchnässtes Mauerwerk), dabei werden auch Kosten übernommen (z. B. Kosten zur Minimierung des Schadens, Schadenfeststellungskosten oder auch Beschädigung an Gebäudebestandteilen (z. B. Briefkästen, Markisen etc.). Auch Aufräumkosten werden in der Regel reguliert, dabei gibt es auch Tarife, welche die Aufforstung von Gärten erstatten

Die klassische Gebäudeversicherung bietet Schutz aus den Gefahren: Feuer, Leitungswasser als auch Sturm und Hagel.

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Schaden in der Wohnung oder im Haus:

Eine Hausratversicherung ist für das Inventar, also z. B. Möbel oder Kleidung als auch Technik im Haus oder Wohnung zuständig. Salopp formuliert: Könnten Sie Ihr Haus oder die Wohnung auf den Kopf stellen, wäre alles das der Hausratversicherung zuzuordnen, was herausfallen könnte … Die Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung, die Erstattung erfolgt zum Anschaffungspreis bzw. aktuellen Marktpreis. Auch hier trägt der Versicherer die Übernahme von diversen Kosten.

Auch die „normale“ Hausratversicherung bietet den Schutz für die Grundgefahren (siehe oben) und darüber hinaus ist auch das Einbruchdiebstahlrisiko incl. Vandalismusschäden versichert.

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Schaden an der Geschäftsausstattung:

Dafür ist die Geschäftsinhaltsversicherung zuständig. Der Schutz besteht für die Geschäftsausstattung als auch u. U. für vorhandene Waren. Auch eine Elektronikversicherung könnte u. U. für  hochwertige Technik helfen.

Auch die klassische Geschäftsinhaltsversicherung bietet bereits die Absicherung von Leitungswasser-, Feuer- als auch Sturm und Hagelschäden an dem Inventar.

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Schaden am Auto oder Motorrad:

Da es sich hierbei um einen Eigenschaden handelt, ist die Teilkaskoversicherung erforderlich. Aber Achtung, da ein Fahrzeug bewegt werden kann, ist hier eine erhöhte Pflicht zur Schadengeringhaltung geboten. Fahrzeuge sollten bei der ersten Warnmeldung in Sicherheit gebracht werden, soweit dies möglich ist.

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Anlaufstellen für betroffene von Hochwasserschäden

Soweit es sich um einen Versicherungsschaden handelt, ist die Gesellschaft unmittelbar darüber zu informieren.  Grundsätzliche Informationen sind über das Land oder die Gemeinde auch in Erfahrung zu bringen. Diverse Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Johanniter helfen vor Ort und bieten Unterstützung. Auch im Internet z. B. über Facebook findet man unterschiedliche Selbsthilfegruppen, welche sich nun organisieren.

Zu beachten ist auch, dass man bei fehlenden Versicherungsschutz die eigenen Kosten zur Schadenbehebung von der Steuer absetzen kann. Das Finanzamt macht da unter bestimmten Voraussetzungen mit, eine Nachfrage beim Steuerberater bringt hierzu Klarheit.

Alte Versicherungsverträge aus der DDR sind ein Vorteil!

Tatsächlich ist in vielen alten Policen aus DDR-Zeiten die Absicherung von Elementargefahren bereits versichert. Einen solchen Vertrag sollten Sie daher gut pflegen und beibehalten, insbesondere falls Sie den Schutz in einem neuen Vertrag nicht mehr erhalten würden. Ein großer Anteil dieser ehemaligen DDR-Policen wird heute von der Allianz-Versicherung betreut, schauen Sie in Ihren Vertrag oder hinterfragen Sie den Deckungsumfang beim Versicherer.

Eine vorhandene Elementarschadendeckung sollte man beibehalten, da u. U. zu einem späteren Zeitpunkt diese nicht mehr darstellbar ist oder nur stark verteuert!

Fazit:

Ein Hochwasserschaden ist in der Regel ein besonders schwerwiegendes Ereignis, da es viele betroffen gibt (Kumuleschaden). Sachbearbeiter und Schadenregulierer werden mit vielen Schicksalsschlägen der Betroffenen konfrontiert, können aber nur helfen, wenn die Gefahr „Elementar“ im Vertrag versichert ist. Die Mehrprämie für die Absicherung von Elementarschäden ist oft überschaubar und steht in keinem Verhältnis zu tatsächlichen Schadenhöhen. Soweit man theoretisch von einem solchen Schadenereignis betroffen werden könnte, sollte man daher immer diesen zusätzlichen Versicherungsschutz wählen.

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9 Antworten to “Hochwasserschaden: Was zahlt die Versicherung, welche Versicherung braucht man?”

  1. Mirko 10 Juni 2013 at 19:30 Permalink

    Viele Menschen in Deutschland und besonders die Menschen, die aktuell vom Hochwasser betroffen sind, stellen sich bestimmt auch die Frage:Zahlt die Versicherung bei so etwas überhaupt oder wer übernimmt die Kosten von den Schäden? Was ist, wenn es Probleme mit Versicherung gibt? Die Fragen lassen sich so aber anscheinend nicht so leicht beantworten da, das kommt wohl bei jedem auf die Versicherung drauf an.
    Wenn es Probleme mit Versicherung gibt, sollte man wohl mal genau gucken, was für eine Versicherung man überhaupt abgeschlossen hat und gegen was man alles versichert ist. Jeder stellt sich jetzt bestimmt die Frage „Zahlt die Versicherung auch bei mir“?

    • Admin 11 Juni 2013 at 10:27 Permalink

      Danke für den Kommentar. Der Blick in die Versicherungspolice ist sicherlich nie verkehrt, wichtiger ist aber noch bei Vertragsabschluss genau zu prüfen welchen Schutz man braucht bzw. sinnvoll ist.

  2. Tofo 11 Juni 2013 at 10:18 Permalink

    Danke für diese Infos. Auch ich hatte bei der letzten Hochwasserflut Ärger mit Versicherung, denn obgleich ich dachte ich sei entsprechend versichert wurde mir leider als Betroffenen nicht geholfen nach dem Hochwasser. Immer wieder war von einer Unterversicherung die Rede, welche mir jedoch als Laie doch sehr wenig sagte bzw. überhaupt keinen Ansatzpunkt lieferte, was denn gewünscht war. Ich finde euren Artikel aber auch gut, weil er aufzeigt, wie denn die richtige Versicherung hierfür gefunden werden kann, auch wenn ich denke das die Kosten hierzu doch sehr hoch sein werden. Gibt es denn keine gesetzliche Handhabe, dass eine solche Hochwasserversicherung angeboten werden muss?

    • Admin 11 Juni 2013 at 10:59 Permalink

      Vielen Dank für den Kommentar. Eine vorgeworfene Unterversicherung in Verbindung mit einem Hochwasserschaden ist merkwürdig, zeigt aber mal umso mehr wie wichtig es ist die richtige Versicherungssumme zu wählen. Versichert man nur die „Hälfte“ vom Haus oder dem Hausrat, wird auch der Versicherer nicht mehr bezahlen, bzw. durch dem Abzug wegen Unterversicherung u. U. sogar noch weniger! Es gibt leider keine gesetzliche Pflicht und somit auch keinen Annahmezwang durch die Versicherung. Hat man sein Haus in einem entsprechend gefährdeten Hochwassergebiet, kann der Versicherer den Schutz ablehnen.

  3. Murat_HH 11 Juni 2013 at 17:19 Permalink

    Eine vorhandene Absicherung von Elementarschäden wurde aus meinem Vertrag bei einer Umstellung wohl versehentlich raus genommen. Der Vertreter meinte damals, daß der Vertrag unbedingt aktualisiert werden sollte, weil ich viel Geld sparen könnte. Dabei war aber vereinbart das die Leistungen sich nicht ändern …

    Nun ist dieser Fehler aufgefallen und die Versicherung will keine nachträgliche Absicherung von Elementarschäden zulassen.

    Kann der Versicherer das und was kann ich tun?

    • Christian Rogalewicz 12 Juni 2013 at 07:51 Permalink

      Besonders ärgerlich … Theoretisch müsste man nachweisen, dass Sie einen unveränderten Versicherungsschutz gewünscht haben bei der Tarifumstellung. Was steht denn im Beratungsprotokoll? Falls Sie weitere Hilfe benötigen kann ich Sie gerne unterstützen, nutzen Sie dann aber bitte die Kontaktfunktion auf der Unterseite:
      „Versicherung zahlt nicht“

    • Marianne K. 7 Oktober 2013 at 03:21 Permalink

      Wenn der Vertrag umgestellt wurde müsste ja noch eine Kopie des ursprünglich abgeschlossenen Vertrags mit der vorhandenen Elementarschadenversicherung vorhanden sein – und die Versicherung hat sicher dokumentiert wann die Umstellung erfolgt ist, so könnte man beweisen dass der Fehler bei der Versicherungsgesellschaft liegt.
      Es handelt sich ja um keine nachträgliche (neue) Versicherung, sondern nur die Wiederaufnahme der Versicherung die eigentlich ohnehin die ganze Zeit über hätte bestehen sollen (und das nur wegen einem Fehler der Versicherungsgesellschaft nicht getan hat).

  4. Franz_1965_Erfurt 12 Juni 2013 at 08:55 Permalink

    Die Bundesregierung berät über eine Pflichtversicherung für Elementarschäden!

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/2976898/steuererleichterungen-fuer-hochwasseropfer.html

    • Christian Rogalewicz 12 Juni 2013 at 09:26 Permalink

      Ist immer wieder ein Thema, sehr fragwürdig ob da etwas bei raus kommt. Sicherlich wäre eine Pflichtversicherung für betroffene hilfreich, da diese einen solchen Schutz überhaupt nicht abschließen könnten. Welchen Beitrag soll hierfür ein Versicherer verlangen, wenn er davon ausgehen muss, das Schäden vorprogrammiert sind? Eine echte Zwickmühle …


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