10 Mai 2016 ~ 0 Kommentare

D&O Versicherung und die Haftung des Managers / Geschäftsführers

In den letzten Jahren hat die Absicherung von Vermögensschäden im Rahmen der D&O-Versicherung gesteigerte Aufmerksamkeit erlangt. Großschadenereignisse wurden über die Medien bekannt gemacht und haben dazu ebenso beigetragen wie kritische Beiträge zu einzelnen Bedingungsinhalten. Was aber ist eigentlich eine D&O-Versicherung und was sollte man beachten?

Ashampoo_Snap_2016.05.10_12h33m48s_001_Führungskräfte eines Unternehmens müssen jeden Tag bedeutsame Entscheidungen treffen. Kommt es tatsächlich mal zu einer Fehlentscheidung, kann der Schaden fürs Unternehmen beachtlich sein. Geschäftsführer (auch Gesellschafter-Geschäftsführer), Aufsichtsräte oder Vorstände haften dann persönlich unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen. Auch Vereinsvorstände oder Entscheider in Stiftungen können persönlich für einen Fehler haften. Eine Absicherung gegen solche Risiken ist daher angeraten und kann sowohl für das Unternehmen allgemein erfolgen oder auch auf eine Person bzw. Personen direkt.

Wie sagt man so schön „Die Tücke steckt im Detail“ und genauso ist es sehr schwierig abzuwägen, ob eine Entscheidung des Führungspersonals nicht mit negativem Ausmaß endet. Umso größer und u. U. auch mehr Entscheider umso schwieriger ist eine Eingrenzung des Risikos.

Kommt es zum Schadenfall, werden die Ansprüche i. d. R. von außerhalb des Unternehmens gemeldet, allerdings können auch interne Ansprüche an Führungskräfte gestellt werden (z. B. wird im Innenverhältnis dem Geschäftsführer eine verschleppte Insolvenz angelastet).

Woran erkennt man eine gute Police?

Auch in diesem Absicherungsbereich gibt es große Unterschiede am Markt, leider aber auch wenig Vergleichsmöglichkeiten.

Aktuelle Bedingungswerke einer Police zeichnen sich z. B. durch folgende Punkte aus:

  • Nachhaftung bei Beendigung des Vertrages sollte möglichst hoch vereinbart werden (üblich sind hier min. 6 Jahre und Idealfall wird generell auf eine zeitliche Befristung verzichtet.).
  • Nachhaftungszeitraum gilt auch bei zu spät gezahlter Prämie (kein leistungsfreier Zeitraum).
  • Beweislastumkehr für das Nichtvorliegen eines Vermögensschadens (Versicherer muss das Gegenteil beweisen).
  • Ergänzende Leistung im Bereich Restrukturierungsversicherung (Restructuring Cover): Liegen wirtschaftliche Schwierigkeiten aber noch keine Insolvenz im Unternehmen vor, kann eine Beratung von Fachleuten sehr hilfreich sein.
  • Leistung auch im Innenverhältnis (ohne Ausschlüsse).
  • Unbegrenzte Rückwärtsdeckung (Claims-Made-Prinzip).
  • Bedingter Vorsatz gilt auch als Pflichtverletzung (somit Leistungsanspruch), usw.

Suchen Sie z. Z. eine Absicherung, achten Sie auf die o. g. Punkte. Haben Sie bereits eine Police sollten Sie diese überprüfen.

Besonderheit bei Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften!

Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften sollten auch immer eine private Zusatzpolice abschließen, da der Gesetzgeber seit dem Jahr 2010 eine Selbstbeteiligung im Haftungsfall von 10 % vorsieht (max. 1,5-faches Jahresbrutto).

Wünschen Sie weitere Informationen zu diesem sehr komplexen Absicherungsbereich, übersenden wir Ihnen gerne unsere detaillierte Informationsbroschüre mit Schadenbeispielen und Erläuterungen. Kurze Email an c.rogalewicz@scf-mail.de und Betreff „Infobroschüre D&O“ reicht aus.

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Gerne stehen wir auch telefonisch für Rückfragen zur Verfügung, einfach anrufen!

SCF GmbH – Versicherungsmakler

Christian Rogalewicz

Nibelungenplatz 3 in 60318 Frankfurt

Telefon: 069 95968340

Email: c.rogalewicz@scf-mail.de

 

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