26 Mai 2015 ~ 1 Kommentar

Bundesregierung subventioniert Sicherheit bei Immobiliennutzung und Besitz

Deutschlandkarte_Einbrueche-2015_Einbruch-Report

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Wer Haus und Eigentum stärker gegen Diebstähle schützen will, kann Subventionen bei der Staatsbank KfW beantragen (http://kfw.de) für nötige bauliche Maßnahmen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat dafür 30 Mio. Euro für das laufende und die beiden nächsten Jahre freigegeben (Quelle: http://gdv.de). Das dürfte besonders Mieter und Eigentümer in Großstädten freuen, den in Berlin, Hamburg und Bremen wird immer noch am häufigsten eingebrochen.

Ein Wohnungseinbruch ist schlimm und das nicht nur aus finanzieller Sicht. War die Wohnung / Haus nicht ausreichend gesichert, könnte es Komplikationen mit der Versicherung geben … Auf was sollten Sie achten?

 

 

 

Bei den geförderten Maßnahmen der KfW handelt es sich vermutlich um bereits verfügbare Förderprodukte wie folgt (Details bitte direkt bei der KfW hinterfragen):

  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (Nr. 151/152)
  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (Nr. 430)
  • Altersgerecht Umbauen – Kredit (Nr. 159)
  • Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (Nr. 455)  

Zur Verbesserung der Sicherheit einer Immobilie kommen z. B. einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren in Frage. Aber auch eine Aufarbeitung von Fenstern sowie der nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenstergittern sind denkbar. Ergänzend bieten sich selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlössern an aber auch der Einbau von Bewegungsmeldern, Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung (Alarmanlage) sowie die Beleuchtung des Eingangsbereichs und der Einbau von Türspionen, Türkommunikation und Gegensprechanlagen an.

Wohnungseinbrüche in Deutschland steigen seit Jahren, eine solche Dieberei in die Privatsphäre ist für die Opfer häufig eine traumatische Erfahrung. Für den materiellen Schaden kommt i. d. R. eine Hausratversicherung auf, abhängig vom Tarif kann aber auch eine Gebäudepolice den Schaden an der Immobilie übernehmen.

Die genauen Leistungen eines solchen Schutzes regelt der Vertrag, was sind aber die Pflichten (Obliegenheiten) des Kunden?

Hat man vergessen das gekippte Fenster zu schließen, bedeutet dass nicht auch gleich den Verlust des Versicherungsschutzes im Schadenfall. Ein „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ gibt es seit dem Jahr 2008 nicht mehr, das hat der Gesetzgeber zwischenzeitlich zum Vorteil der Kunden geregelt. Liegt ein Verschulden bzw. Mitverschulden des Kunden vor, wird die sogenannte Quotenregelung angewandt: In welchen Umfang ist der Kunde am Schaden Mitschuld?

Gebäudepolicen erstatten u. U. auch Beschädigungen an der Immobilie nach einem Einbruch!

Bei einem Einbruchdiebstahl bedeutet das konkret: Wer sich fahrlässig verhält und somit zu einem Schadenfall beiträgt, muss mit einer Kürzung der Versicherungsleistung rechnen. Als Beispiel kann man hierzu das gekippte Fenster aufführen, lässt man dieses im Sommer bei Abwesenheit gekippt und ist den kompletten Tag nicht im Haus, so ist dies sicherlich mit fahrlässig zu bewerten. Ist man jedoch nur mal kurz beim Nachbarn, ist dieser Fall jedoch wieder ganz anders zu bewerten.

Wie hoch eine Kürzung bei z. B. Fahrlässigkeit anzusetzen ist, kommt immer auf den Einzelfall an. Ergänzend ist zu beachten, wie exquisit ein Hausrat ist. Jemand mit besonders wertvollen Wertgegenständen (z. B. Kunst etc.) hat auch ein höheres Risiko und somit eine größere Verantwortung.

Ein Versicherungsschutz gegen Einbruchdiebstahl ist freiwillig. Auch bei einem umfangreichen Versicherungsschutz, sollte man das „möglichste“ unternehmen um einen Einbruch zu vermeiden. Dazu gehören auf jeden Fall, das schließen von Fenstern und auch das (mehrfach) abschließen von Türen!

Haben Sie Fragen zu Ihrem aktuellen Versicherungsschutz oder wünschen eine Beratung zu Tarifen mit wichtigen und sinnvollen Leistungserweiterungen im Bereich „Einbruchdiebstahl“, sprechen Sie uns an und nutzen hierfür die Kontaktfunktion.

 

Eine Antwort to “Bundesregierung subventioniert Sicherheit bei Immobiliennutzung und Besitz”

  1. Lizenz zum Geld drucken 10 Juni 2015 at 11:18 Permalink

    Toller Beitrag. Vielen Dank für die Informationen..


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